Ombudsmann

Einrichtung eines Ombudsmanns

Gelegentlich wird dem Arbeitskreis mitgeteilt, dass sich Antragsteller von der zuständigen Ethik-Kommission ungerecht behandelt fühlten oder dass deren Stellungnahme nicht den Standards einer sachgemäßen ethisch-rechtlichen Bewertung entspreche. Die Antragsteller wollen dies jedoch in der Regel nicht an die Öffentlichkeit bringen und auch nicht den Rechtsweg beschreiten.

Nicht ausgeräumte Divergenzen derartiger Art sind geeignet, das Ansehen der Ethik-Kommissionen in Deutschland und die Akzeptanz ihrer Entscheidungen zu beeinträchtigen. Die Mitgliederversammlung des Arbeitskreises hat daher vor dem Hintergrund der erforderlichen Selbstkontrolle in der Wissenschaft beschlossen, ab dem 1.1.2015 die Institution eines Ombudsmannes einzurichten. Er soll versuchen, im Sinne eines Moderators entsprechende Anliegen unabhängig, neutral und strikt vertraulich in Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer und ggf. der betroffenen Ethik-Kommission vermittelnd zu lösen. Bei der Anrufung des Ombudsmanns wird vorausgesetzt, dass der Antragsteller bereits versucht hat, das Problem mit der betroffenen Ethik-Kommission selbst zu klären.

Zum Ombudsmann wurde Herr Professor Dr. med. Dr. phil. Heiner Raspe, bis 2013 Vorsitzender der Forschungsethik-Kommission der Universität zu Lübeck, gewählt. Entsprechende Anfragen von Antragstellern sind an ihn direkt zu richten:

 

Prof. Dr. med. Dr.phil. H. Raspe

Gastwissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Soetenkamp 16

D 48149 Münster

Tel. 0049-251-9816012

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Der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommission erhofft sich von dieser Initiative eine niedrigschwellige Option zur Konfliktlösung und einen Beitrag zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland.

 

(Ausschließlich aus Gründen der Lesbarkeit wird bei Funktionsbezeichnungen die männliche Form gewählt. Gemeint sind – sofern nicht anders erwähnt – stets Personen beiderlei Geschlechts.)

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